Verwandte können zum Teil oder vollkommen von der Erbfolge ausgeschlossen werden. Lediglich Pflichtteilsansprüche des engsten Kreises der Angehörigen, wie beispielsweise Kinder, der Ehepartner oder manchmal auch der Eltern, müssen beachtet werden.

Eine Enterbung von Verwandten ist sogar dann möglich, wenn keine andere Person als Erbe festgelegt wurde.

Wenn etwa eine Erblasserin oder ein Erblasser ein Testament errichtet und bestimmte Mitglieder seiner Verwandtschaft aus der Erbfolge ausschließen möchte, ist dies möglich. Jedoch sollte vor der Errichtung einer letztwilliger Verfügung Rat eines Erbrechtsexperten eingeholt werden. Nur auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der letzte Willen des Erblassers auch tatsächlich umgesetzt wird.

Unwirksame Negativtestamente

Viele Erblasser lassen sich nicht umfassend beraten und fügen einfache Formulierungen wie die folgende in ihre letztwillige Verfügung ein:

„Es ist mein letzter Wille, dass meine Verwandten nichts vom Vermögen erhalten sollen.“

Dies kann schlussendlich dazu führen, dass man damit nicht nur all seine Verwandten von der Erbfolge ausschließt, sondern damit unbewusst auch den Staat zum Erben bestimmt, da kein Erbe bestimmt wurde.

Die Lebenserfahrung zeigt, dass die meisten Leute sich dagegen etwas anderes wünschen, nämlich di Begünstigung anderer ihnen nahestehenden Personen oder auch einer gemeinnützigen Organisation oder Institution.

 

Professionelle Beratung für Ihr wirksames Negativtestament

Gerichtliche Auslegungen von unvollständigen oder missverständlichen Negativtestamenten können zu ungewollten Ergebnissen führen. Daher sollte ein Testament stets von einem Erbrechtexperten erstellt werden, um sicherzustellen, dass der letzte Willen auch tatsächlich erfüll wird.